Radfahren lernen

Freitag, 28. Oktober 2016

Radfahren lernen

Die Frage, die sich jeder stellt ist: Wann anfangen und vor allem: Stützräder oder nicht?

Fangen wir mit der letzten Frage an: Wir sind der Meinung: Keine Stützräder. Bei unserem ersten Kind hatten wir mit Stützrädern angefangen – es lernte dann erst mit der zwei Jahre jüngeren Schwester selber Rad fahren. Aus unserer Sicht ideal ist ein Laufrad, und zwar ein ergonomisch gutes wie z.B. von Kokua , Puky, Woom oder Frogbikes, auf dem die Kinder dann die Balance lernen, das Anfahren und Bremsen und überhaupt eine Sehnsucht dafür entwickeln, den eigenen Aktionsradius zu vergrößern. Billigteile aus dem Supermarkt sind oft völlig falsch in der Geometrie (zu hoch, zur geringer Abstand Lenker-Sattel). Auch wenn 14,99 EUR verlockend klingen, solche Laufräder verderben jedem Kind den Spaß und gehören am besten nicht gekauft oder (falls ein Geschenk) zum freundlichen Schrotthändler.

Ab ca. 3 Jahren kann man dann z.B. auf Trailerbikes umsteigen. Oft hören wir das Argument: Dann lernt das Kind ja nie selber fahren! Das können wir nicht bestätigen, gerade die Kinder bei denen wir ein Trailerbike hatten lernten besonders zeitig selber fahren – sie lernen am Vorbild sehr schnell und setzen es um, sobald man ihnen ein kleines Fahrrad hinstellt. Wir hatten aber auch alternativ zum Trailer immer ein kleines Fahrrad noch am Hof stehen, so dass die Kinder nicht ausschließlich Trailer fuhren.

Ab 3-4 Jahre kann dann das erste eigene Kinderrad schon her mit Pedalen – ob 12, 14, 16 oder Zoll kommt auf die Größe des Kindes und die Geometrie des Fahrrades an. Räder mit Vorderradbremse sollten so eingestellt werden, dass das Kind keinen Überschlag macht – also nicht zu fest die Bremse einstellen! Und wichtig: Immer mit Helm!

Wenn die Kinder noch unsicher sind: Pedalen anfangs ablassen und das Rad als LAUFRAD nutzen lassen. Dann einfach mal die Pedalen anschrauben wenn das Kind nicht dabei  ist und schauen wie das Kind dann losradelt…

Es gibt teils schon sehr kleine Fahrräder mit großen Rädern, also z.B. 20-Zoller, die eigentlich ein 18-Zoller Rahmen haben (Kaniabikes 20Small, Woom4, bedingt Frog 52). Vorteil ist, dass die Kinder dadurch zeitiger auf die nächste Radgröße wechseln können (wenn sie dann wachsen aber eben auch müssen, weil diese Räder eben auch nicht so lange mitwachsen). Auch haben um am Beispiel zu bleiben kleine 20 Zoller aber idR. einen längeren Radstand als 18 Zoller, was das Handling beeinflußt. Nicht zu vergessen dass man das Gewicht unter 20 Zollern nicht direkt vergleichen kann sondern als Vergleich die „wahre“ Größe nehmen muss, also einen kleinen 20 Zoller mit einem normalgroßen 16 oder 18 Zoller…

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